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Presse-Info 13.02.2018

„Vieles in Bewegung gesetzt“

Gedenkfeier in Dornum: Karl-Heinz Wiechers zum 90.Geburtstag


Am 6. Februar 2018 hätte Karl-Heinz-Wiechers (1928–2011) seinen
90. Geburtstag gefeiert. Schon zu Lebzeiten war der Dornumersieler
eine Legende. Seine Leistungen für die Region lassen sich kaum in
wenige Worte fassen. 2009 wurde sein vielfältiges Engagement mit
der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland ausgezeichnet. Bereits 1995 ehrte ihn die „Ostfriesische
Landschaft“ mit dem Upstalsboom-Taler. Grund genug für den
Museumsverein Dornumersiel e.V., dessen Mitbegründer Wiechers
war, das Andenken seines langjährigen Vorsitzenden im Februar zu
würdigen. Den passenden Rahmen für die Gedenkfeier bot das
Wasserschloss zu Dornum.
Hier begrüßte Enno Wilters, Vorsitzender des Museumsvereins, ein
gespanntes Publikum im gut besuchten Rittersaal: „Wiechers hat
vielen von uns sehr viel gegeben. Und er hat vieles in Bewegung
gesetzt.“ Nach dem Abitur in Norden studierte Wiechers in Göttingen
und Hamburg. In der Hansestadt wirkte Wiechers lange Zeit als
Direktor des Goethe-Gymnasiums und Dozent der Musikhochschule.
Trotz seiner Hamburger Lehrtätigkeit blieb er seiner Heimat
verbunden. Nach seiner Pensionierung kehrte er mit seiner Frau
Helga nach Dornumersiel zurück. Zwei Dinge kennzeichneten Karl-
Heinz Wiechers vor allem: das Interesse an der Geschichte, speziell
der Seefahrt, und die Liebe zur Musik. In etlichen Publikationen
erhellte er die Historie Ostfrieslands. Überregionale Bedeutung
erlangte seine dreibändige Schifffahrtsgeschichte „Und fuhren weit
übers Meer“. Von 1995 bis 2003 leitete er den Kirchenchor Dornum
und den gemischten Chor „Eenigkeit“ Fulkum.
Anhand von Tagebüchern und weiteren Aufzeichnungen gab
Laudator Axel Heinze erhellende Einblicke in Karl-Heinz Wiechers’
Welt: Was treibt einen jungen Mann aus dem Küstendorf in die
Weltstadt und wieder zurück? „Für mich war er in mancher
Beziehung rätselhaft: aufgewachsen in einer völlig ländlichen
Region, zielstrebig seinen Weg gegangen bis zum gymnasialen
Schulleiter in Hamburg, wissenschaftlich interessiert in zahlreichen
Bereichen, ein begeisterter Lehrer, unermüdlicher Forscher im
Bereich der Musik, der Literatur und der Segelschifffahrt und
schließlich der Heimatkunde“, so Axel Heinze.
Und weiter: „Karl-Heinz war der geborene Lehrer, wie er bereits in
seiner Heimat erkannt hatte. Er war auf diesem Weg in gewaltige
Höhen gestiegen, aber er war auch dorthin zurückgekehrt, wo er
herstammte und wo er gebraucht wurde. Deshalb war seine
Entscheidung richtig, nach Dornum zurückzukehren. Hier hatte er
seine Impulse empfangen, die sein Leben bestimmt hatten, hier
konnte er mit seinem Wissen und seiner Erkenntnis vieles leisten.“ Er
habe sich für die Restaurierung der Dornumer Holy-Orgel eingesetzt
und dieses Ziel auch erreicht. „Aber es blieb nicht dabei. Er hat auch
die ‚Dornumer Orgelkonzerte bei Kerzenschein‘ initiiert, die heute
noch weitergeführt werden und die Dornum weit über die Grenzen
Ostfrieslands hinaus bekannt gemacht haben.“
Schließlich kam Wiechers selbst zu Wort: Möglich machte dies der
TV-Beitrag „De Weg na Huus“, eine Erzählung von und mit Karl-
Heinz Wiechers, die der NDR 1981 in dessen Haus aufgezeichnet
hatte. Der Text fußt auf einer wahren Begebenheit, die sich
Weihnachten 1866 zugetragen hatte: Tjark Evers, ein junger
Seemann aus Baltrum, will zu Weihnachten seine Familie
überraschen. Im dichten Nebel wird er aber statt auf der Insel auf
einer Sandbank abgesetzt. Als er erkennt, dass er verloren ist,
schreibt er einen Abschiedsbrief, den er einer Zigarrenkiste
anvertraut. Die Kiste wird später auf Wangerooge angespült, der
Leichnam des Seemanns nie gefunden. In seiner plattdeutschen
Fassung hatte Wiechers die tragische Geschichte detailreich und
lebendig ausgekleidet und fürs Fernsehen „freihändig“ vorgetragen.
„Ein sprachlicher Genuss“, wie Enno Wilters befand: „Karl-Heinz
Wiechers ist auch ein Denkmal für die ostfriesische Sprache.“
Stimmig untermalt wurde die Gedenkfeier von Musiker Helge
Plavenieks. Große Beachtung fand dessen Eigenkomposition „Ich
bin Tjark Evers von Baltrum“. Der Eintritt zur Veranstaltung war frei,
gegen Spende für den Förderverein der Realschule.

 

 

vom 28.10.2017

 

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vom 07.11.2017

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